Thailand Reisebericht (02/02/09 - 02/16/09)

Reisebericht Thailand 2009 von Gudrun Feyrer Montag, 02. Februar 2009 Am späten Vormittag treffen am Frankfurter Flughafen nach und nach die Teilnehmer/Innen unserer Reise ein. Wie sich herausstellt, sind wir eine kleine Gruppe von zunächst neun Personen. Dienstag, 03. Februar 2009 Nach über 10 Stunden Flug landen wir früh morgens etwas müde aber wohlbehalten in Bangkok. Dort werden wir bereits von unserem Reiseleiter „Bass" empfangen. Mit dem Bus geht es zunächst vom Bangkoker Flughafen zum Hotel. Zwei weitere Reiseteilnehmerinnen, die bereits 2 Tage vorher nach Bangkok geflogen waren, erwarten uns bereits. Der Vorschlag von Bass, das Programm vom nächsten Tag zu teilen, und bereits heute Nachmittag einen Teil davon zu absolvieren, stellt sich als sehr gut heraus. Nachdem sich jede/r am Vormittag von der langen Anreise etwas erholte, geht es um 14 Uhr los zur ersten Tempeltour: Der Königspalast oder Wat Phrakeo und anschließend zum Wat Po. Spätestens beim Durchschreiten des Eingangstors zum Komplex des „Grand oder Royal Palace" ist man in der anderen Kultur angekommen. Es folgen viele sehenswerte Gebäude und Wandgemälde; vorbei an mächtigen, dämonischen Wächterfiguren bis zum Tempel des Smaragdbuddha. Im goldenen Chedi wird ein Stück vom Brustbein Buddhas aufbewahrt. Anschließend fahren wir zum Tempel des ruhenden Buddhas, dem Wat Po. Bestes Postkartenmotiv: eine 45 m lange und 15 m hohe vergoldete Monumentalfigur eines liegenden Buddhas. Wir erfahren von Bass, dass auch heute noch im Wat Po der Sitz der weltbekannten Schule für die Kunst der Massage ist. Mittlerweile ist es doch spät geworden und wir sind auf dem Weg zurück zum Hotel. Nun lernen wir das tägliche Verkehrschaos in Bangkok kennen. Nach Einschätzung von Bass könnte es noch drei Stunden bis zur Ankunft im Hotel dauern. Kurzentschlossen verlassen nun alle den Bus, um auf eigene Faust weiter zukommen. Da die meisten tagsüber noch nichts gegessen haben, wählen wir ein Abendessen im Baiyoke Sky Tower II. Dies ist ein wunderbarer Tipp vom Bass, kann man doch während eines hervorragendes Buffets einen tollen Blick von hoch oben auf die nächtliche Bangkoker Skyline werfen. Mittwoch, 04. Februar 2009 Wie sich herausstellt, haben wir trotz der kleinen Reisegruppe von 11 Personen einen ganzen Bus für uns alleine zur Verfügung. Gleich am Morgen geht es auf eine Kokosplantage; hier erfahren wir, was alles aus einer Kokos gewonnen werden kann und wie z. B. so eine Art „Kokoszucker" hergestellt wird. Im angrenzenden Gebäude sehen wir - neben vielen Kaufartikeln - sehr viele und wunderschöne Orchideen. Nun geht es weiter zur Bootsfahrt zu den schwimmenden Märkten. Schön, auf dem ruhigen Wasser durch ein Labyrinth von schmalen Khlongs (Kanälen) vorbei an Häusern und auch Buddhas entlang zu schippern. Am Markt angekommen, kann man viele Souvenirs kaufen oder auch dem ganzen Markttreiben zusehen. Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Chao Phraya Express den Fluss entlang. Wir spazieren durch das „Chinatown" von Bangkok, das neben chinesische auch indische Einflüsse aufweist. Wiederum mit dem Chao Phraya Express überqueren wir den Fluss Richtung Westen und besichtigen - fast bei Sonnenuntergang - den Tempel Wat Arun (=Tempel der Morgenröte). Wenn man die vielen Treppen hoch steigt, hat man einen herrlichen Blick über Bangkok. Am späten Nachmittag ist dies durch die besonderen Lichtverhältnisse zu empfehlen. Einige lassen den Abend im Oriental Hotel auf der Terrasse mit wunderbarem Blick auf den Fluss ausklingen. Donnerstag, 05. Februar 2009 Heute fahren wir zur Ausgrabungsstätte nach Ayutthaya. Um 1350 von Ramathibodi I gegründet, war Ayutthaya von 1350-1767 die Hauptstadt des Königreichs Siam! Auf dem Weg dorthin werden wir von Bass mit dem grundsätzlichen Aufbau der Wats (=Tempel) aufgeklärt. Es empfiehlt sich, die Bedeutungen der Wats, Bots, Wihans und Chedis nachzulesen oder eben - wie wir - von einem Reiseleiter erklärt zu bekommen, denn dann können die vielen Tempel besser und einfacher besichtigt werden. Wir beginnen unsere Tempeltour mit dem „Wat Mahathat", dem Tempel der Großen Reliquie; weiter geht es zum „Wat Phra Si San Phet", dem Kernstück von Ayutthaya und dann zum „Wat Phra Mongkol Bophit". Die Fahrt geht weiter nach Lopburi. Vom eigentlich zu besichtigenden Wat Phra Prang Sam Yod wird kaum Notiz genommen. Wir sind hier im „Affen-Ort". Jährlich wird in Lopburi ein Festmahl für die Affen spendiert! Obwohl wir nicht an diesem besonderen Tag vor Ort sind, können wir keinen Schritt tun, ohne von vielen Affen ringsherum „begleitet" zu werden. Die Affen haben bei uns kein Glück; sie können keinen Hut, keine Sonnenbrille oder einen anderen losen Gegenstand von uns erhaschen! Nach dem Mittagessen geht die Busfahrt weiter nach Phitsanuloke. Unterwegs versorgt uns der Helfer des Busfahrers „Eh" mit kühlen Getränken. Freitag, 06. Februar 2009 450 km nördlich von Bangkok liegt Sukothai = „Dämmerung der Glückseligkeit", die Wiege Thailands. Die besonders imposante Ruinenstadt ist heute unser Ziel. Das ehemalige Königreich entstand im 13. Jahrhundert. Wir besichtigen den Sukothai Historical Park; es befinden sich 16 buddhistische Tempel, 4 Hindu-Schreine und zahlreiche Zierteiche, Festungswälle und Gräben darin. Die Darstellungen von Buddha in den Grund- bzw. Handhaltungen lernen wir täglich mit Bass und vergleichen diese dann bei den Ausgrabungen. Nach vorherrschender Meinung ist dies sehr schwierig - ohne Hinweise - selbst zu erkennen. Um die vielen Tempel nicht durcheinander zu bringen, bekommen wir von Bass Unterlagen, wann wir welchen Wat besichtigt haben und noch einige zusätzliche Infos. Auf unserer Weiterfahrt nach Lampang halten wir noch kurz an einer „heißen Quelle" an. Samstag, 07. Februar 2009 Am Vormittag steht der „Wat Phra That Lampang Luang" auf dem Programm. Die Haupttreppe, die hinauf zum Eingangsportal führt, ist von einer naga (Schlange) flankiert. Unterwegs halten wir an einer Ananas-Plantage. Auf dem Feld sehen wir, welche unterschiedlichen Fruchtstände es gibt, wie geerntet wird und wir erfahren, dass Thailand bereits zu den Hauptexportländern von Ananas gehört. Natürlich folgt eine ausgiebige Kostprobe der frischen Früchte. Noch ein kurzer Stopp in Phayao am Seeufer bevor wir uns dem „goldenen Dreieck" nähern. Auffallend ist, dass auch noch so weit entfernt von Bangkok immer wieder große Bilder des Königs mit seiner Ehefrau aufgestellt sind. Nun geht's zur Bootsfahrt auf dem Mekong Fluss, zunächst in nördliche Richtung nach Burma und dann nach Laos. In Laos gehen wir an Land - mit Ein- und Ausreisestempel im Reisepass! Wir können hier alles mögliche einkaufen; wer schnell ist, kann eine Postkarte von Laos nach Hause schreiben! Wir sehen einen wunderschönen Sonnenuntergang und fahren dann mit dem Boot wieder zurück nach Thailand. Heute ist die Gelegenheit, im Hotel eine echte „Thai-Massage" zu genießen, was fast alle aus der Gruppe wahrnehmen. Sonntag, 08. Februar 2009 Gut erholt starten wir in den heutigen Tag; wir fahren vorbei an Einheimischen, die ihre Reisfelder bearbeiten, nach Mae Sai, der nördlichsten Stadt Thailands. Wir gehen bis zur Brücke am Sai-Fluss, der Grenze zu Burma. Unser nächstes Ziel sind die Bergdörfer bei Chiang Mai. Zum Glück haben wir mit Jim einen hervorragenden Busfahrer, so dass niemandem übel wird. Wir besuchen einige Bergstämme und besichtigen, wie diese Leute heute noch leben. An diesem Tag essen wir in einem kleinen thailändischen Haus zu Mittag. Die Frau bietet uns ein besonders leckeres Essen in einem sehr gepflegten Garten an. Diesen Geheimtipp kann man ohne Reiseführer unmöglich finden. Auf der Fahrt nach Chiang Mai legen wir noch eine kurze Pause an einer „heißen Quelle" ein; interessanterweise wurden hier bereits Hotels im „Wat-Stil" errichtet. In einem feinen Schmuckgeschäft, in dem wir genau besichtigen, wie die Schmuckstücke gefertigt werden, können wir Gold- und Silberschmuck einkaufen. Montag, 09. Februar 2009 Heute ist ein besonderer Tag; Bass hat Geburtstag. Früh morgens beim Frühstück überreichen wir ihm eine extra bestellte Schokoladentorte. Laut seinen Angaben, hat er noch nie Kerzen zum Geburtstag ausgeblasen!? In Thailand ist es üblich, am eigenen Geburtstag Buddha zu ehren bzw. ihm Gaben zu reichen. Alle sind wir schon gespannt, was das anstehende Elefantenreiten bringen wird. Zu zweit auf dem Elefanten geht es über Stock und Stein durch Flüsse usw. Zwischendurch sind immer wieder Haltestationen, wo man Zuckerrohr und Bananen für die Elefanten kaufen kann. Einige Elefanten können sich nur mühsam von den Haltestationen/Leckereien wieder entfernen. Wir haben alle großen Spaß. Im Elefantencamp kann man an die Dickhäutern noch näher rankommen; wir sehen, wie die Elefanten im Fluss baden; im Showprogramm werden uns Elefanten vorgeführt, die Fußball spielen, ja sogar richtige Bilder auf Leinwand malen. Mit einer Kutsche, die von Zebu-Rindern gezogen wird, geht's zur Anlegestelle für die Flossfahrt. Mit dem Floss fahren wir ein gutes Stück am Fluss zurück zum Ausgangspunkt. Einige lassen es sich nicht nehmen, das Floss für kurze Zeit selbst zu steuern! Die Idee, eine Schlangenfarm zu besuchen, wird sofort umgesetzt und einige kommen den Schlangen in der Vorführung näher als zunächst gedacht. Zum Abschluss des Tages besuchen wir noch den Queen Sirikit Botanic Garden. Dienstag, 10. Februar 2009 Nach einem Tag Pause von den Tempeln müssen wir heute unbedingt den „Wat Phra That Doi Suthep" besichtigen. Der Tempel befindet sich am Bergmassiv und nach 304 Stufen erreicht man den Eingang. Als Alternative kann die Seilbahn genommen werden. Der zweite (und letzte) Tempel ist „Wiang Kum Kam". Nun folgen Besichtigungen von einheimischem Handwerk: Manufaktur für Schirme; erstaunlich, alles ist davon Handarbeit! In der Seidenmanufaktur konnte zum Haustarif beste Ware erstanden werden. Schnitzerei; hier sehen wir sehr schöne Werke! Zum Abendprogramm sehen wir nach dem thailändischen Essen einen „Thai-Tanz"; Bass informierte uns vorab über die verschiedenen Tanzschritte. Fast um Mitternacht bittet uns Bass außerhalb des Restaurants an den Fluss. Er hat eigens für uns etwas vorbereitet. Bass zündet ein brennbares Material innerhalb einer Art Ballon aus dünnem Papier an, und bittet immer vier Personen, die Enden festzuhalten. Wir sollen alle gleichzeitig loslassen und uns etwas wünschen. Lange Zeit verfolgen wir die Ballons auf dem Weg in den Himmel. Das soll uns Glück bringen! Mittwoch, 11. Februar 2009 Der Inlandsflug Chiang Mai nach Bangkok steht an. Am Nachmittag hat jeder in Bangkok noch unterschiedliches vor. Möglichkeiten gibt es ja genug. Einige spazieren durch die vielen Parkanlagen, stöbern durch das Siam Center oder besichtigen die Unterwasserwelt im Siam Center. Das letzte gemeinsame Abendessen lässt sich niemand entgehen; das versteckte aber schöne Restaurant finden alle. Donnerstag, 12. Februar 2009 Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen; 5 Teilnehmer/Innen unserer kleinen Reisegruppe werden zum Flughafen Bangkok gefahren und treten den über 11stündigen Heimflug nach FFM an. Zu dritt haben wir die Badeverlängerung in Hua Hin gebucht, während Klaus einen „alten Bekannten" im Süden Thailands besucht, der sich dort eine neue Heimat geschaffen hat. Zwei Frauen unserer Reisegruppe wählen zum Badeurlaub Ko Samui. Nach weiteren vier Tagen geht auch für die in Thailand Verbliebenen der Urlaub zu Ende. In Erinnerung bleibt ein super interessanter und schöner Urlaub! Wir sind gespannt, wohin die nächste Reise führt!?!

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