Mexico 2007 (02/13/07 - 02/25/07)

Das Erbe der Mayas Mexiko, Belize, Guatemala von UTE EYHOLZER KLM-Rundreise 13. 02.2007 bis 25. 02. 2007 Dienstag, 13. 02. 2007 36 Teilnehmer (unterschiedlichen Alters und Größe) treffen sich in den Morgenstunden am Terminal im Flughafen Frankfurt. Glücklicherweise leben wir im Computerzeitalter, das Erstellen eines Ersatzflugscheins bringt also keine allzu großen Probleme mehr. Der Abflug erfolgte erst mit Ÿ Stunde Verspätung wegen angespannter Verkehrssituation. Dann ging es endlich los auf die Reise nach Mexiko. In Cancun angekommen empfing uns der Reiseleiter Ron (Niederländer) mit dem Bus. Wir fuhren entlang der Hotelinsel, Ron erzählte uns einiges über Cancun, unter anderem auch über die Ausmaße der Zerstörung durch den Orkan Wilma 2005. Die Gebäude in Cancun sind maximal 35 Jahre alt, früher war hier nur Urwald, heute jedoch leben hier fast eine Mio Menschen. Mit neuen Eindrücken bewegen wir uns dann Richtung Hotel. Mittwoch, 14. 02. 2007 Nach dem landestypischen Frühstück und Einladen der Koffer stiegen wir dann in unseren Bus. Nach geregelter Sitzordnung begann die Abfahrt um 8.20 Uhr. Nicht lange denn uns wurde per Handy mitgeteilt, dass sich falscher Koffer in unserem Bus befand. Nach dessen Rückgabe ging es dann weiter. Unterwegs nach dem 120 km entfernten Tulum stieß der zweite Reiseleiter Max (Schweizer) zu uns und wir fuhren parallel der Riviera Maja. Während der Busfahrt wurden die Reiseleiter mit deutschen Ausdrücken vertraut gemacht, das Wort ?PiPa? sollten sie sich einprägen. Die Besichtigung der archäologischen Ausgrabungsstätte Tulum war durch die für uns doch ungewöhnliche Hitze beschwerlich aber sehr interessant. Uns wurde sehr schnell klar, dass es ohne Trinken (laut Reiseleiter ca. 3 l pro Tag) hier nicht auszuhalten ist. Nach der Besichtigung ging es per Bus weiter Richtung Chetumal. Mittags kurze Rast, teilweise wurde Kleinigkeit gegessen, Quakamole, und vor allem echte Limonade getrunken. In Chetumal angekommen Besichtigung des Maja Museums. Gemeinsames Nachtessen gab es in Hotel. Donnerstag, 15. 02. 2007 Heute fuhren wir in Richtung Belize. Nach dem Ausladen des gesamten Gepäcks überquerten wir die Grenze, dies erfolgte mit Koffer und Handgepäck zu Fuß, andere Länder andere Sitten. Nachdem hinter der Grenze wieder alles Gepäck eingeladen wurde ging es weiter. Wir erfuhren, dass Zuckerrohr wichtigster Anbau hier in der Region ist, 250.000 Einwohner leben in ganz Belize. Als sich auf der Landstraße ein LKW querlegte war die Straße in beiden Richtungen blockiert. Dadurch erlebten wir auch mal, dass man hier viel Geduld braucht. Nach ca. einer Stunde ging es dann weiter. Rast machten wir bei einem kleinen Markt, die Delikatesse hier waren Bananen frittiert mit Chilli. Dann Bootfahrt durch den dichten Dschungel zu den Ruinen von Lamanai, gestärkt durch ein echt kreolisches Mittagessen. Nach der Besteigung der Ruinen zurück per Boot, ein echtes Erlebnis. In einem Boot wurde der Fahrer angefeuert mit dem Erfolg, dass ca. 5 min. vor Anlegen der Sprit ausging und durch ein Ersatzboot Sprit nachgeliefert werden musste. Abends im Hotel in Belize City angekommen gingen einige noch zum Essen ins Calypso, dort mussten wir erfahren, dass um 22.00 Uhr die Gastfreundschaft aufhört und die Lokale geschlossen werden. Freitag, 16. 02. 2007 Neueste Erkenntnis beim Frühstück, kalter Kaffee wird geliefert und durch die Kaffee-maschine erwärmt. Danach Stadtrundfahrt durch Belize City, nachdem auch abgeklärt wurde, dass es hier weder Pinguine noch Elefanten oder Eisbären gibt, ging es weiter nach der Hauptstadt von Belize, Belmopan ? die kleinste Hauptstadt der Welt -. Nachdem es während der Fahrt regnete schien dann bei Ankunft in San Jose Succotz die Sonne, weiter ging es per handbetriebener Fähre und Minibus zum Besuch der Mayastätte Xunantunich. In St. Ignaz dann Mittagessen, natürlich wie kann es anders sein: Hühnchen, Reis, Bananen und Kaffee. Gestärkt nun die nächste Grenzüberfahrt. Einreise nach Guatemala. Ein neuer Bus und neuer Fahrer Rigoberto erwartete uns nach der Grenze, da unser Bus nicht nach Guatemala einreisen durfte. Die Straßen hier waren wirklich Holperwege, kurz nach Beginn der Fahrt stellten wir fest, dass die Klimaanlage teils defekt war. Fahrt ging direkt zum Hotel, in welchem wir ? man staune - zwei Tage blieben. Samstag, 17. 02. 2007 Keine Koffer packen und vor Tür stellen, vollkommen neues Gefühl. Nach Frühstück machten wir uns per Bus auf zum Nationalpark von Tikal. 3 Pyramiden mit Aufstiegs-möglichkeiten. Wir waren 4 Stunden unterwegs, die faszinierende Tierwelt ließ die Zeit wie im Fluge vergehen. Kein Wunder, dass Tikal 1979 von der UNESCO zum Weltkultur- und naturerbe erklärt wurde. Nach gemeinsamem Mittagessen zurück zum Hotel. Dort gingen einige in den Pool, andere ?amüsierten? sich mit dem Affen, die einen wehrten den Angriff ab, ein anderer erlebte einen Affen, der aus dem Pool trank und rülpste. Sonntag, 18. 02. 2007 Nach dem Frühstück hieß es nun wieder Koffer einladen. Heute fuhren wir zum Fluss Usumacinta. Dass man nicht ohne Batterien fotografieren kann wurde auch geklärt, dann Pausenstop in Las Pipos. Dort fuhren einige mit landestypischen Taxis, andere probierten frische Kokosmilch. Auf dem Weg zur Migration wurde einem Teilnehmer übel, an der Grenze stellten wir dann auch noch ein Riesenloch im hinteren Reifen des Busses fest, Gott sei Dank hat der Bus ja mehrere Reifen! Nachdem dann auch der Letzte den Stempel und Ausreisezettel im Pass hatte fuhren wir weiter zum Fluss Usumacinta, von wo aus wir nach Mexiko zurückfuhren. Unsere Koffer wurden von Kindern den steinigen Abhang zum Fluss getragen und in die bereitgestellten Boote (Kanus) gepackt. Für einige eine peinliche Situation, allerdings unterstützen diese Kinder dadurch ihre Familien. Nachdem alle Passagiere in den Booten waren ging es los. Unser Boot kam nicht weit, dann blockierte der Motor, mitten auf dem Wasser. Toll, jetzt hieß es umladen in ein zweites Boot mitsamt Koffer und Magenkrankem. Also Erlebnisurlaub pur. Wir kamen an, das war das Wichtigste. Vom Schock erholt ging es weiter mit dem Bus zu dem ehemaligen kleinen Maya-Fürstentum Bonampak. Danach Weiterfahrt nach Palenque. Das nächste Highlight lässt nicht lange auf sich warten. Auf Heimfahrt blieb Bus im Dunkeln auf Straße stehen ? vermutlich Elektronik -Keine 10 min. später stand Polizei mit Maschinengewehren da um uns zu beschützen. Nachdem der Fahrer auf diverse Teile der Elektronik klopfte sprang der Bus wieder an. In Palenque kamen wir um 20.15 Uhr an, dann noch gemeinsames Essen. Montag, 19. 02. 2007 Heute morgen durften wir wegen der späten Ankunft gestern ausschlafen (halbe Stunde länger) Abfahrt erst um 8.30 Uhr. Neuer Bus neues Glück. Fahrt zur Mayastätte Palenque, tief in den dichten Dschungel eingebettet. Am Nachmittag weiter in die Bergwelt des Bundes-staates Chiapas zum Wasserfall Misol-Ha, Durch den Dschungel, über Hängebrücke. Einfach faszinierend. Abends Nachtessen ? dorthin fuhren wir mit dem alten Bus, der zwischen-zeitlich repariert war. Dienstag, 20. 02. 2007 Abfahrt 8.00 Uhr Richtung Campeche. Der Film ?Frida? sollte uns die Fahrt verkürzen. Leider nach 20 min. vorne ohne Bild, hinten ohne Ton. Jetzt auch noch Fernseher geschrottet, was kommt als nächstes? In Playa Tortugas am Golf von Mexiko machten wir Mittagspause. Wissensfrage an Max: Warum ist das Meer schmutzig? Antwort: Weil die Toiletten direkt eingeleitet werden. Die Pelikane waren auch mal weiß, jetzt sind Sie schwarz. Nachmittags besichtigten wir dann die Altstadt von Campeche und erfuhren, dass 1999 die Stadt in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Mittwoch, 21. 02. 2007 Neuer Fahrer Carlos. Neuer Bus mit der Maßgabe, dass es der letzte sei. Fahrt nach Edzna (von Touristen wenig besucht). Auf Fahrt flog großer Vogel gegen Windschutzscheibe. Der bereits vorhandene Riss wurde noch größer, ob dieser Bus die letzten Tage überlebt? Besuch der Mayastätte Edzna. Als Mittagessen in Tuxmal konnten wir in Erdloch zubereitetes Huhn essen. Uns wurde auch genau erklärt, wie und vor allem wie lange das Fleisch in diesem Erdloch gegart wird. Gestärkt machten wir uns auf zu dem faszinierenden Höhlensystem von Loltun. Die Höhlenwanderung war sehr interessant. Vorsicht war geboten, die Steine waren sehr glitschig und stellenweise auch steil. Abends besuchten wir dann nach Ankunft in Hotel Mission Tuxmal und kurzer Zimmerbesichtigung die Lichter- und Ton Show in den Ruinen. Donnerstag, 22. 02. 2007 Mit neuer Kraft ging es auf Weg nach Archäologischen Stätte in Uxmal. Zuvor allerdings durften wir noch eine Maya Wohnung besuchen. Dort konnten wir erleben, wie die Mayas heute arbeiten und leben. Nach der Besichtigung der Pyramide in Uxmal Mittagspause. Danach Besichtigung Hacienda und Weiterfahrt zu Hotel in Merida mit freier Zeit bis Abend-essen. Einige gingen auf eigene Faust die Stadt besichtigen. Jens bekam Schuhe genäht und geklebt, Klaus wurde bei Friseur verwöhnt (Rasur und Schnitt). Auf Marktplatz wurden Hängematten verkauft, wir erhielten noch genaue Erklärung über diverse Stellungen in Hängematte. Abends dann gemeinsames Essen im Lokal: Rindfleisch, Reis und Bohnenmus. Freitag, 23. 02. 2007 Nach Frühstück Stadtbesichtigung Merida und Zeit zur freien Verfügung. Danach Weiterfahrt zur Mayastätte Chichen Itza. Leider waren Pyramiden alle nicht begehbar, zum Schutze der Touristen sagt man. Und das gerade jetzt wo alle pyramidentauglich sind. Auch der monumental angelegte Ballspielplatz war sehenswert, wenn man sich überlegt, wann er angelegt wurde. Danach Weiterfahrt zu Hotel nach Valladolid. Letztes gemeinsames Abendessen im Hotel, nachdem auch die auf dem Grund des Pools verschollene Zimmerkarte geborgen werden konnte. Nach dem Essen saßen noch einige zusammen und tranken diverse Cocktails. Nachdem allerdings ein Kellner nach dem anderen Feierabend machte wurde der Abend jäh beendet. Die Stimmung war geteilt, einige müssen am nächsten Morgen nach Hause fliegen, andere bleiben noch zur Badeverlängerung. Samstag, 24. 02. 2007 Stadtführung der Kolonialstadt Valladolid. Um 11.15 Uhr Fahrt zu Flughafen und Verabschiedung von Reiseleitern. In Flughafen wurden dann noch bei uns Abfliegenden verschiedene Koffer geöffnet und durchsucht, dann durften wir heimwärts fliegen. Nach einigen Turbulenzen kamen wir wohlbehalten in Frankfurt an. Schade, so ein Urlaub geht doch viel zu schnell vorbei. Wir werden uns sicherlich auf einer der nächsten Reisen wieder sehen. Allerdings werden wir wohl in nächster Zeit Hühnchen, Reis und Bohnenmus nicht vermissen.

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